Praktikumsvorbereitung
Baugruppen
- Komponenten einer SPS
- CPU Baugruppe
- Ein- und Ausgabebaugruppen
- Kommunikationsbaugruppen
- Funktionsbaugruppen
- Verbindung der Komponenten
- interner Systembus
- MPI in speicherprogrammierbaren Steuerungen
- Multi Point Interface
- Schnittstelle CPU zu Programmiergerät/Operator Panel
- automatische Schnittstellenparametrierung über CPU
- Uhrzeitsynchronisation möglich
Arbeitsweise der SPS
- Beschreibung zyklischer Arbeitsweise SPS
- Prozessabbild der Eingänge von Eingabebaugruppe
- Ausführung Programmbausteine
- Prozessabbild der Ausgänge an Ausgabebaugruppen
- Betriebssystem
- beginne bei 1
- Aufgaben des OB1
- permanenter zyklischer Betrieb
- wird automatisch von Steuerung ausgeführt
- startet alle Unterprogramme
- Bedeutung von Verknüpfungsergebnis in Step7 / Abarbeitung und Beenden Verknüpfungskette
- Verknüpfungen liefern Ergebnis 0 oder 1 als VKE (Verknüpfungsergebnis)
- Anzeige in Tabellenform in AWL
- gestrichelte Linie bedeutet, dass kein Verknüpfungsergebnis vorliegt
- Abschließen einer Verknüpfungskette mit
- (=) Zuweisung
- (R) Rücksetze
- (S) Setze
- Bei Sprüngen immer den Beginn einer Verknüpfungskette wählen
- Aufbau Prozessor und Mikrorechner (Register, Kommunikation, Adressierung, Abarbeitung von Befehlen)
- Register
- prozessorinterne Speicher
- Arbeitsregister (Daten), Befehlszählregister (Adresse nächster Befehl), Befehlsregister (binäre Maschinenbefehle)
- nahe und schnelle Verbindungen zu anderen Prozessorkomponenten
- Kommunikation
- Datenbus: Austausch mit Arbeitsspeicher
- Adressbus: Übertragung Speicheradressen
- Steuerbus: Steuerung Peripherie-Anschlüsse
- Adressierung
- absolute Adressierung
- relative Adressierung
- symbolische Adressierung
- Register
Programmierung
- Beschreibung AWL, FUP, KOP
- AWL
- IEC 61131-3
- Anweisungsliste
- Anlehnung an Assembler: Operatoren haben nur einen Operanden
- kleiner Programmcode, aber umständliche Programmierung
- bei großen Projekten unübersichtlich
- FUP
- Funktionsplan
- graphikbasiert
- KOP
- Kontaktplan
- ähnlich elektrischen Schaltungen
- graphikbasiert
- AWL
- Aufbau von absoluten Bitaddressen (absolute Addressierung)
- jeder Ein- und Ausgang hat eine absolute Adresse
- E = Eingang, A = Ausgang
- jedes Byte steht für eine Gruppe
- jedes Bit steht für einen Ein- oder Ausgang
- z.B. E 1.5
- Alternative zur absoluten Adressierung
- symbolische Programmierung
- besser bei vielen Ein- und Ausgängen
- Definition in den S7-Programme -> Symbole
- Schaltbelegungstabelle
- Funktionstabelle, Wahrheitstabelle
- gibt logischen Zustand der Ausgangsvariablen für alle denkbaren Kombinationen der logischen Zustände der Eingangsvariablen an
| Eingänge | Ausgänge | |
|---|---|---|
| E0.0 | E0.1 | A0.0 |
| 0 | 0 | |
| 0 | 1 | |
| 1 | 0 | |
| 1 | 1 | |
- logische Grundoperationen (U, UN, O, ON, XOR, Klammern)
- U fragt das adressierte Bit auf "1" ab und macht UND-Verknüpfung mit VKE
- UN fragt das adressierte Bit auf "0" ab und macht UND-Verknüfpung mit VKE
- O fragt das adressierte Bit auf "1" ab und macht ODER-Verknüpfung mit VKE
- ON fragt das adressierte Bit auf "0" ab und macht ODER-Verknüpfung mit VKE
- XOR (X) fragt das adressierte Bit auf "1" ab und macht EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung mit VKE
- () mit U, UN, O, ON, X, XN können Klammerausdrücke gebildet werden.
- Operationen Zuweisen, Setzen und Rücksetzen von Bits
- Zuweisen (=): das VKE wird in das addressierte Bit geschrieben. Vorraussetzung ist das eingeschaltete Master Control Relay (MCR = 1), ansonsten wird 0 in das Bit geschrieben.
- Setzen (S): schreibt 1 ins adressierte Bit, bei ausgeschaltetem MCR wird das Bit nicht verändert.
- Rücksetzen (R): schreibt 0 ins adressierte Bit, bei ausgeschaltetem MCR wird das Bit nicht verändert.
1.1.4 Übung
| Quellcode | SZ | AE | VKE | 1st | SZ | AE | VKE | 1st | SZ | AE | VKE | 1st |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| = M 3.4 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| U E1.0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| UN E1.1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 |
| U M4.0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 |
| = A8.0 | - | - | 0 | - | - | - | 0 | - | - | - | 1 | - |
| = A8.1 | - | - | 0 | - | - | - | 0 | - | - | - | 1 | - |
| UN E2.0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | 1 | 1 |
2.1 Aufgabe
| Name | Steckplatz | Modul | Bestellnummer | Parameter |
|---|---|---|---|---|
| Switch | - | Scalance X202 | 208-0BA00-2AA3 | IP-Adresse: 141.40.107.75 |
| Stromversorgung | 1 | PS307 5A | 307-1EA00-0AA0 | Us = 24 V Imax = 5 A |
| Zentralbaugruppe | 2 | CPU315F-2 PN/DP | 315-2FH13-0AB0 | tbit = 0,1 µs tword = 0,2 µs tfix = 2 µs tfloat = 3 µs Schnittstellen: 2 (RS 485 / PROFINET) IP-Adresse: |
| Analogbaugruppe | 4 | SM334 AI4/AO2x8BIT | 334-0CE01-0AA0 | Analogeingänge: 4 Analogausgänge: 2 Auflösung: 8 Bit Messart Spannung: 0 - 10 V/100 kOhm Messart Strom: 0 - 20 mA/50 Ohm Ausgabeart Spannung: 0 - 10 V Ausgabeart Strom: 0 - 20 mA |
| Digitalbaugruppe | 5 | SM323 DI16/DO16xDC24V | 323-1BL00-0AA0 | Ditaleingänge: 16 Digitalausgänge: 16 Eingangspegel "0": -30 - +5 V ; "1": 13 - 30 V Ausgangspegel "1": Udig = min. L (24 V) -0,8 V Imax,dig = 0,6 A |
2.2 Aufgabe: Nutzen der technischen Daten
1. Die maximale Leistung des Netzteils beträgt 24 V * 5 A = 120 W. Damit kann man einen Rührer mit 40 W Leistung betreiben. Ein Heizgerät mit 120 W kann nicht betrieben werden, da noch andere Geräte am Netzteil hängen und Leistung verlangen.
2. Szenario 1: Es werden 2 CPUs, die die Operation in 75 ms schaffen gekauft und die wechseln sich beim Messen ab. Damit wird ein Messintervall von 50 ms erreicht.
Szenario 2: Man kauft die CPU, die die Operation in gegebener Zeit schafft hat keinen zusätzlichen Installationsaufwand (weniger Lohnkosten)
Szenario 3: Man kauft die CPU, die Operation am schnellsten schafft und weisst auf die zukunftsfähigkeit des Bauteils hin.
Szenario 4: Durch Ändern der Messbedingungen, wie längere Messintervalle.
3. Der Rührer belegt 1 Analogausgang. Die Druckmesser, Temperaturmesser und der Drehzahlmesser belegen 5 und damit einen zuviel. Ist der Drehzahlmesser nötig, wenn der Rührer schon drehzahlabhängig angesteuert wird? Überlegung ob Druck- oder Temperaturmesser nicht als Schwellenwertsensor ausreichen, dann ist Betrieb an Digitaleingang möglich.
4. Die Module mit der direkten Auswertung kosten zusammen 720 €. Die Alternative mit zusätzlichen Eingang und Auswerteelektronik kostet ingesamt weniger (250 € + 2x 80 € + 2x 70€). Wenn die Lohnkosten für die aufwendigere Installation, die Preisdifferenz nicht übersteigen, ist die Alternativlösung die bessere.
5. Die Schritte betragen 1 V * 0,035 = 35 mV. Der Digitaleingang hat eine Spannbreite von 0-10 V. Bei einer Auflösung von 8 Bit im Bereich von 0-10 V erreicht der Eingang eine Schrittweite von 10 V / 28 = 40 mV. Damit wird der Anschluss den Anforderungen nicht gerecht. Einsatz eines Messumformers.
6. 0 - 24 V: schaltet wie vorgesehen
-3 - +3 V: zu niedrig, zeigt nur "0" an
0 - 100 V: "0" geht, aber 100 V ist zu hoch, maximal 20 erlaubt (Zerstörgrenze)
7. Die 8 Ventilatoren benötigen einen Gesamtstrom von 8 * 80 mA = 0,64 A. Den maximalen Strom den der Ausgang bereitstellt ist 0,6 A. Damit ist ein Ventilator zuviel. Ein parallelschalten eines Ausgangs zur Leistungserhöhung ist auch nicht möglich.
4.1 Aufgabe Bitverknüpfungen
| E4.0 | E4.1 | A4.0 | A4.1 | A4.2 | A4.3 | A4.4 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 1 | 1 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| 1 | 1 | 0 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| UN E4.0 = A4.0 |
U E4.0 U E4.1 A4.1 |
U E4.0 O E4.1 = A4.2 |
U E4.0 X E4.1 = A4.3 |
U( UN E4.0 U E4.1 ) O( U E4.0 UN E4.1 ) = A4.4 |
4.2 Aufgabe RS-/SR-Flip Flop
| Setzen | Rücksetzen | Zustand | Flip-Flop | RS-Flip-Flop | SR-Flip-Flop |
|---|---|---|---|---|---|
| E 4.2 | E 4.3 | Q | Q' | A 4.5 | A 4.6 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| 1 | 1 | 0 | x | 1 | 0 |
| 0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| 0 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| 1 | 0 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| 1 | 1 | 1 | x | 1 | 0 |
| U E4.3 R A4.5 U E4.2 S A4.5 |
U E4.2 S A4.6 U E4.3 R A4.6 |





