Einleitende Bemerkung
Nährmedium wird angeimpft (Inokulation = Anstellen) und während Hauptgärung, Reifung und Lagerung entstehen die Produkte Hefe, CO2 und Bier.
- Viabilität
- erfassbarer prozentualer Anteil lebender Zellen
- Vitabilität
- Erfassung der Stoffwechselaktivitäten (Gärgeschwindigkeit, metabolische Aktivität) und Widerstandsfähigkeit gegenüber Stresszuständen
- Hefemanagement
- Umgang mit Betriebshefe
- Hefereinzucht, Hefepropagation
- je nach Volumenbereich und technischen Bedingungen
- Zellzahl
- g/l oder Mio Zellen/ml
Teilprozesse
- Anstellen (0,5-1 d)
- Gärung und Reifung (6-13 d)
- viele biochemische Reaktionen mit vielen Zwischen- und Endprodukten
- Abbau Jungbukettstoffe und Bildung Aromastoffe
- Klär- und Lagerphase (4-8 d)
- Absetzen/Steigen der Hefe
- Abklärung Eiweiß/Gerbstoff-Kolloide
Hefenährstoffe
- Kohlenhydrate (Zucker)
- Stickstoffquellen (Aminosäuren)
- Anorganische Substanzen (Mineralstoffe)
- Sauerstoff
- Vitamine, Fettsäuren, Sterole
Brau- und Gärungshefen
Kulturhefen Gärungs- und Getränkeindustrie
| Saccharomyces cerevisiae | ||||
|---|---|---|---|---|
| untergärig | obergärig | Brennerei | Backhefe | Weinhefe |
| Sachh. carlsbergensis, S. uvarum, S. pastorianus | Saccharomyces cerevisiae (unterschiedliche) | S. cerevisiae, S. ellipsoideus, S. uvarum, S. bayanus | ||
Ernährungsweise S. cerevisiae
- Energiequelle: Oxidation (an)organischer Verbindungen → chemotroph
- Wasserstofdonator: Organische Verbindungen → organotroph
- Kohlenstoffquelle: Organische Verbindungen → heterotroph
- Energiegewinnung: Substratkettenphosphorylierung + oxidative Phosphorylierung → Atmung + Gärung
- Sauerstoffbedarf: fakultativ anaerob/aerob
Unterschiede UG/OG
| Kriterium | untergärig | obergärig |
|---|---|---|
| Größe, Form, Zellinhalte | kein Unterschied | |
| Sprossverbände, Agglutinationsvermögen (Verklumpung) | lockere nur wenige Zellen umfassend, geringes Aggl. Verm. | bildet am Ende der Gärung Verbände (ca. 8 Zellen), kein Aggl. Verm. |
| max. Wachstumstemp. | 31-34 °C | 38-40 °C |
| opt. Wachstumstemp. | 27-30 °C | 30-34 °C |
| GNP | weniger fruchtig und aromatisch | deutlich mehr (höhere Alkohole, Ester, fl. Phenole, S-Verbindungen) |
| Temperatursensitivität | Wachstum/Gärung bei tiefen Temp. | empfindlich < 10 °C, sedimentiert |
| Raffinoseverwertung | vollständig (Invertase, Galactosidase) | Raffinose zu 1/3, Melobiose nicht, keine Galactosidase |
| Verhalten am Gärende | agglomeriert und setzt sich ab | CO2-Auftrieb steigt auf |
| Sporenbildungsvermögen | gering | Sporolationsfreudig |
| Atmungsaktivität in Glucose-limitierten Medium | sehr schwach | höher |
| SO2-Bildung | deutlich > 4 mg/l | wenig < 2 mg/l |
| weitere Differenzierung | elektrophoretische, immunologische und enzymatische Methoden | |
Auswahlkriterien für Hefestamm
- Vermehrungsintensität/Hefezuwachs
- Wiederverwendbarkeit
- Angärgeschwindigkeit (Adaptionszeit)
- Kohlenhydrat- und Stickstoffverwertung (Maltotrioseverwertung, Temperatursensitivität)
- Konzentrationsverlauf der schwebenden Hefezellen
- Bruch- und Staubbildung und Sedimentationsverhalten
- Bildung und Abbau von Jungbukettstoffen, Bildung von Aromakomponenten
- pH-Wert-Sturz, -Verlauf
- Beeinflussung Schaumhaltbarkeit und sensorische Qualität des Endbiers
- Streßresistenz gegenüber Prozessparameter
Stressfaktoren
- zelluläre Antwort auf negative Umwelteinflüsse
- Veränderun physiologische Leistung und chemische Zusammensetzung
- Induktion von Streßgenen zur Produktion von Zellprotektoren (z.B. Hitzeschockproteine Trehalose, Glycerin)
- Warmtemperaturschock
Warmgärung, Warmreifephasen für untergärige Hefestämme (> 15 °C), Anstellen von 4 °C Hefe in 10°C Würze - Kalttemperaturschock
Abkühlung von Warmreife auf > 2°C - Osmotischer Druckwechsel
Lagerung in Wasser -> Anstellen in Starkbierwürze und andersherum - Oxidativer Stress
Überbelüftung, Radikalbildung durch Induktion radikalbildender Enzyme, H2O2 - Nährstoffmangel
Mangelwürzen, Nährstoffmangel durch Würzeinfektion/-sterilisation, lange Lagerung in Wasser oder endvergorende Würzen - pH-Wertschwankungen
Säuerung mit H3PO4 oder H2SO4 auf pH < 2,0 - toxische Stoffe
Ethanol > 5,0 Vol-%, Desireste, Konservierungsmittelzusätze - Wasserentzug, Rehydratation
Press- und Trockenhefenherstellung, Rehydratisierung im Einsatzbetrieb
Aufbau Hefezelle
Bild einfügen
Cytoplasma
- 50 % Zellvolumen, alle Organellen, zahlreiche Ribosomen
- kolloidales System aus Proteinmoleküle
- osmotischer Druck 1,2 MPa durch lösliche Bestandteile
Zellwand mit Plasmamembran
- 100-300 nm mehrschichtig
- 15-30 % der Hefetrockensubstanz
- äußere Zellwand und Plasmamembran
äußere Zellwand
- strukturierte Doppelschicht aus Glucan und Mannan
- Phosphomannanschicht beeinflusst Flockungsvermögen, je mehr desto höher
- Vernetzung über Proteine (Invertase, Melibiase oder Mannase)
Plasmamembran
- lipidartige, fluide Doppelschicht mit Proteinkomplexen (z.B. Permeasen)
- verantwortlich Permeabilität, Aufnahme und Ausscheidung, Osmoregulation und aktiver Stofftransport
- nicht permeabel für meiste Nährstoffe
Mitochondrien
- bei anaerob zurückbildung zu Prämitochondrien
- Bei Teilung teilen sich auch Mitos, Wirkungsort der Atmungsenzyme
Vakuolen
- Anzahl, Größe variabel (Wachstumsstadien, Zellstreß)
- Proteinase A, schlecht für Schaumstabilität (Bildung bei Streß/Lyse)
- Bei High Gravity-Würzen höhere Proteinasen-Konzentration
Größe einer Hefezelle
| Zellgröße | 2-8 * 4-12 | µm |
|---|---|---|
| Biotrockenmasse | 2-4 * 10-11 | g/Zelle |
| Zellzahl/gHTS | 3-4 * 1010 | Zellen/gHTS |
Volumen einer Hefezelle mit a = große Halbachse und b = kleine Halbachse
(2)Einflüsse auf Phänotypen
- physikalisch (Temperatur, Druck, Scherkraft)
- chemisch/biologisch (Medienzusammensetzung, Substratversorgung, osmotischer Druck)
Oberfläche einer Hefezelle
- Stoffaustausch → Stoffwechselintensität, Geschwindigkeit Hefemehrung
- 200 * 10-12 m3/Zelle
- 1 g Hefe = 0,584 m2
Osmotischer Druck
- normaler Druck 1,2 MPa
- in 12%iger Würze 0,8 MPa -> in Bier (12%, 4%) 2,3 MPa
- Starkbier (16%, 5%) 3,1 MPa
Technologische Konsequenzen
- Schockexkretion beim Wiederanstellen
- Hefevermehrung besser bei wenig Zucker
- Fed batch Verfahren ideal (Brauerei eher Chargenproduktion)
Absetzverhalten
- Hefezeller dichter als Würze
Angestrebtes Sedimentationsverhalten
- Anstellphase (Absetzzeit » Lagphase)
große Hefeoberfläche, später CO2-Verteilung - Klärphase (Absetzzeit < Kaltlagerphase < 7 d)
Sedimentation, Entlastung der Bierfiltration - Hefelagerphase (Absetzzeit » Hefelagerdauer)
Erhaltung gleichmäßiger Konsistenz zur Vermeidung einer Homogenisierung
Berechung Sedimentatinosgeschwindigkeit nach STOKES
- Re < 0,2 (keine turbulente Strömung)
- kugelähnliche Teilchen
- Durchmesser > 0,5 µm (keine BROWN'sche Molekularbewegung)
- Viskosität der Suspension ähnlich Wasser
Berechnung der Absatzgeschwindigkeit-Beispiel, siehe Skript. Mal selbst durchrechnen!
Bei Bier ist eine deutliche Erhöhung der Absetzgeschwindigkeit zu beobachten durch Änderung der dyn. Viskosität und der Dichte des Fluids.
Transfer der Nährstoffe in Zelle
- Hülle, Zellwand, Periplasma, Plasmamembran sind zelluläre Hindernisse
- Stoffwechsel ist in verschiedene Reaktionsräume unterteilt
- physikalische Hindernisse wie Komplexbildung, Adsorption, Maskierungen
- Molekülgröße als natürliche Barriere
- spezifische Träger transportieren Stoffe
Transportmechanismen
einfache Diffusion
- passiv
- fettlösliche Substanzen
- Transportrichtung entlang Konzentrationgefälle (Ficksches Gesetz)
- langsam
- Sauerstoff, CO2 oder Fettsäuren
erleichterte Diffusion
- enzymgesteuert, Bindung an Permease
- Transportrichtung entlang Konzentrationsgefälle (Michaelis-Menten-Kinetik)
- schnell
- auch für größe Moleküle
Diffusionskanäle
- kanal- oder porenbildende Proteine
- je nach Spannungszustand verschiedene Ionen
- in der Regel geschlossen (neg. Pot), offen bei pos. Pot.
aktiver Transport
- Aufnahme Großteil von Nährstoffen unter Energieverbrauch
- ATPase nimmt Nährstoff gegen ein H+ auf (wird bei Nährstoffaufnahme wieder eingeführt)
- auch gegen ein Konzentrationsgefälle
- Symport / Antiport
Membranständige ATPase - Protonenpumpe
- ATP -> ADP + P_i + Energie
- Regulation des innerzellulären pH bis 1,5
- verantwortlich für den pH-Sturz zu Beginn Fermentation
Intrazelluläre Verwertung der Nährstoffe
- umgehende Verwertung
- Speicherung
- im Cytosol (Chelatbildung von Ionen, Veresterung von FS)
- in Vakuole (Polymerisierung von Phosphaten, Anhäufen von Ca, Mg, Mn, Zn, Aminosäuren)
- in Lipidtröpfchen (Tricarbonsäuren)
Hauptabschnitte des Stoffwechselwege
Grafik erstelln und einfügen und vielleicht ausführlicher aufschreiben
Schlüsselstellung des Pyruvates
Grafik erstelln und einfügen und vielleicht ausführlicher aufschreiben
Aerober Hefestoffwechsel - Atmung
- oxidative Decarboxylierung: Pyruvat -> Acetyl-CoA
- Kondensation: Oxalacetat + Acetyl-CoA -> Citronensäure
- Regeneration: Citronensäure -> CO2-Abspaltung, ATP/Redoxäquivalent-Entstehung -> Oxalacetat
- Atmungskette: Regneration der H-Redoxäquivalente
- Hohe Konzentration Citronensäure/Pyruvat hemmen Aktivierung Fructose
- Energiegewinn 38 ATP
Anaerober Stoffwechhsel - Gärung
- Oxidationsreaktion (Dehydrierungen) führen zur Phosphorylierung von ADP
- Wasserstoff auf NAD und NADH gibt ab an Zwischenprodukte des Substratabbaus
- mögliche Produkte: Ethanol, Lactat, Propionat, Formiat, Butyrat, Capronat, Acetat
- Pyruvat -(Lyase)-> Ethanal -(ADH)-> Ethanol
Alkoholdehydrogenase
- Oxidoreduktase
- Isoenzyme
- ADH1: Acetaldehyd -> Ethanol + CO2
4 identische Untereinheiten mit je Bindungsstelle für Coenzym (NADH) und Zinkatom - ADH2: Ethanol -> Acetaldehyd (wahrscheinlich)
- ADH3: lokalisiert in Mitochondrien
- ADH1: Acetaldehyd -> Ethanol + CO2
- Glucose hemmt ADH2 und ADH3
- sequentieller Reaktionsmechanismus
- Bindung NADH im aktiven Zentrum
- Zink polarisiert Carbonylgruppe des Acetaldehyds
Gärungsvarianten
| Gärung | MO | Produkt |
|---|---|---|
| Alkoholische Gärung | Hefe Zymomonas mobilis Leuconostoc |
Ethanol |
| Milchsäuregärung | Lactobacteriaceae | (homo) Lactat (hetero) Lactat, … |
| Propionsäuregärung | Propionibacterium | Propionat |
| gemischte Säuregärung | Enterobacteriaceae | Formiat, … |
| Buttersäuregärung | Clostridien | Butyrat |
Wachstumskurve und Altersverteilung einer Hefepopulation
- lag-Phase
- Nährstoffaufnahme
- keine hefeeigenen Synthesen nötig
- konstante oder leicht abnehmende Hefezahl -> Viabilität nimmt ab
- beschleunigtes Wachstum
- Anpassung an Kulturbedingungen
- steigende Zellzahlen
- exponentielle Wachstumsphase
- optimale Stoffwechsel-Fließgleichgewichte
- exponentielle Zellvermehrung
- dauerhaft -> kontinuierliche Hefevermehrung (Backhefeproduktion)
- kurze Dauer -> diskontinuierliche Batchkulturen (Brauereivermehrung)
- Wachstumsverlangsamung
- Abnahme Wachstumsrate durch Nährstofferschöpfung -> Anhäufung toxischer Stoffwechselprodukte
- keine Abnahme Zellmenge
- stationäre Phase
- Zellwachstum und Autolyse im Gleichgewicht
- Zellautolyse durch Nährstoffmangel und toxische Stoffwechselprodukte
- keine echte Zellvermehrungsphase
- Absterbephase
- Zellauflösung
- Zellabnahme
- keine echte Zellvermehrungsphase
- Stationäre und Absterbephase nur bei Brauerei erwünscht, da sekundäre Stoffwechselprodukte wichtig
Diagramm der Wachstumskurve einfügen.
- Nach Teilung Sproßnarben (behindern Stoffaustausch, Oberfläche 2% geringer) bis 25 Narben
- Bei Vermehrung besitzt Population immer gleiche Altersverteilung.
Zellzyklus
- Interphase
- G0-Phase: optionale Ruhepause ohne Wachstum innerhalb G1-Phase
- G1-Phase: postmitotische Phase, Wachstum v.a. der Tochterzelle
- S-Phase: Synthesephase, Replikation der Chromosomen (2 identische Chromatiden)
- G2-Phase: prämitotische Phase, Vorbereitung für Mitose, verstärkte Synthese von RNA und Proteinen für Zellteilung, Teil des Kerns wandert in Tochterzelle, Chromatiden nahe Sproßregion
- Mitose
- Karyogenese: Aufteilung der verdoppelten Chromosomen (1 Satz in Mutter, 1 Satz in Tochter)
- Cytokinese: Abtrennung der Tochterzelle von Mutterzelle
Vermehrungskinetik
Vorüberlegungen
Generationszeit tG, Anzahl der Generationen n und spezifische Wachstumsrate µ
Zellmenge X_t
(6)Zuwachsfaktor H
(7)Prozessdauer t
(8)Die Beispiele aus dem Skript mal nachrechnen!
Technologisch relevante Stoffwechselregulationsmechanismen
Grundsätzliche Regulationsmechanismen
- Regulation über Kompartimentierung
Diffusion und Stoffübergang, Enzyme nur in bestimmten Kompartimenten - Regulation über Enzymkinetik
Reaktionsgeschwindigkeit gemäß Michaelis-Menten-Kinetik - Regulation über Enzymaktivität (Hemmung, Allosterie)
ATP/ADP/AMP-Verhältnis beeinflussen Phosphofructokinase
Pyruvat-, Citratkonzentration allosterische Hemmung von Phosphofructase - Regulation über Genexpression
Transkriptions- und Tranlationsebene
Induktion oder Repression
Induktion der Maltosepermease und Maltase
- Maltose-Transportsystem (Maltopermease, Maltase) erst nach Adaption an Maltose gebildet
- Repression der Enzyme durch Glucose -> Katabolitrepression
- hoher Glucose-/Saccharoseanteil (über 50%) führt zum Verlust der Maltose/Maltotrioseverwertung oder Lagerung im endvergorenen Bier (wenig Maltose)
- Maltosetransportrate bestimmt Reaktionsgeschwindigkeit
Regulation der Glycolyse
- ATP/ADP/AMP-Verhältnis reguliert Intensität Glycolyse-Stoffwechsel
- Phosphofructokinase gehemmt (allosterisch) von hoher ATP-Konz., aktiviert von kleines ATP/AMP-Verhältnis
- Anreicherung von Pyruvat und Citrat
Crabtree-Effekt
- alkoholische Gärung unter aeroben Bedingungen
- besondere Form der Katabolit-Repression
- Hemmung des reinen Atumungsstoffwechsels bei Glucose-Konz. > 0,1 g/L
- z.B. Hefereinzucht und Propagation -> Ethanolbildung trotz Belüftung
- Sättigung der Pyruvat-Dehydrogenase (respiratorischer Flaschenhals)
-> Überschuss wird von Pyruvat-Decarboxylase zu Acetaldehyd umgesetzt - maximale Ausbeute nur durch Zulaufverfahren erreichbar (rein oxidativer Katabolismus)
Pasteureffekt
- Verminderung Gärung bei Luftzutritt zugunsten der Zellatmung
- Energiegewinn der Zelle durch Atmung steigt und senkt Zuckerbedarf
- geringe Bedeutung in Brauereipraxis (nur relevant unter 0,9 g/L Glucose, S. cerevisiae)
- Testmethoden zur Bestimmung des Pasteureffekts
- Glucose-Bestimmung
Glucose -> Gluconolacton + H2O2; H2O2 oxidiert einen Farbstoff - Alkohol-Bestimmung -
- Glucose-Bestimmung
Ethanol + NAD+ -> Acetaldehyd + NADH/H+
Custers-Effekt
- Brettanomyces / Dekkera Hefen
- bei Sauerstoffmangel Hemmung der Gärung
- Essigsäurebildung schafft ungünstiges Redox-Verhältnis
- Sauerstoff kann NADH wieder reoxidieren
Kluyver-Effekt
- Candida ssp. / Kluyveromyces ssp.
- Atmung notwendig für den Disaccharidtransport in die Zelle -> keine anaerobe Verstoffwechselung von Disacchariden
- Vorteil: kein Ethanolbildung bei Sauerstofflimitierung (z.B. Hefebiomasse aus Diasaccharid-Substrat Molke)
- keine Bedeutung bei Bierherstellung





