Malzsilos

Kennzahlen

Schüttgut Schüttdichte [kg/m3]
Braugerste 680-750
Gerstenmalz 480-570
Läuterbottichschrot ca. 370
Maischefilterschrot ca. 440
spez. Volumen 1/Schüttdichte
Schüttgut Böschungswinkel [°]
Gerste, Malz 35-40
Malzschrot 40-50
Sonstige Kenngrößen
phys. Dichte Gerstenmalz 1080-1120 kg/m3^
Wasserverdrängung durch Schrot 0,7-0,8 m3^^/t
Haftreibungszahl Malz/Stahl ca. 0,58
Haftreibungszahl Schrot/Stahl ca. 0,65

Schüttgutsilos

Berechnung der Höhe des Silos, wobei die Trichterhöhe hT am Auslauf und die eingeebnete Höhe hZ an der Silooberfläche beachtet werden muss.

(1)
\begin{align} H = \frac{4 \cdot V_{F}}{D^2 \cdot \pi} - \frac{\tan{\alpha}}{6 \cdot D^2} \cdot \left( D - d \right) \cdot \left( D^2 + D \cdot d + d^2 \right) \end{align}
(2)
\begin{align} h_T = \frac{\tan{\alpha} \cdot (D-d)}{2} \end{align}

Zur Berechnung der eigeebneten Höhe hZ gilt, dass das Volumen des realen Kegels VK gleich dem gedachten Zylinder VZ mit der Höhe hZ ist.

(3)
\begin{align} h_Z = \frac{D \cdot \tan{\delta}}{6} \end{align}
  • Grundrissformen
    • quadratisch, rechteckig, achteckig
    • rund (dominierend, da nur Zugkräfte und deswegen hohe Stabilität)
  • Werkstoff
    • Stahlbeton (Armierung mit Korrosionsschutz)
    • Metall (Aluminiumlegierungen, verzinkte Stahlbleche mit Kunststoff)
  • Konusauslauf
    • Symmetrischer oder asymmetrischer (besser)
    • Reduzierung der Reibung (Bleche, Beschichtungen)
    • Austraghilfen (Vibrationen, Klopfer)
    • Austragvorrichtungen (Zellenradschleusen)

Silokapazität

Die wöchentliche maximale Ausschlagwürzemenge AWWo (hl/Wo) berechnet sich aus der Menge des jährlichen Verkaufsbieres VBa (hl/a), dem Spitzenmonatsfaktors fSM (a/Mo), der Stammwürze SW (GG-%) und dem Wochen-Monats-Faktor fWo/Mo (Wo/Mo).

(4)
\begin{align} AW_{Wo} = \frac{VB_{a} \cdot f_{SM}}{(1 - SW) \cdot f_{Wo/Mo}} \end{align}

Die Malzschüttung S (kg) berechnet sich aus der heißen Ausschlagwürzemenge AWh (hl), der Stammwürze SW (GG-%), der Dichte der Würze ρ (kg/dm3), dem Korrekturfaktor 0,96 und der Sudhausausbeute ASud (GG-%).

(5)
\begin{align} S = \frac{AW_h \cdot SW \cdot \rho_{Wu} \cdot 0,96}{A_{Sud}} \end{align}

Das Lagervolumen V (m3) für Malz errechnet sich aus der Malzbevorratungszeit τVor (Wo), der wöchentlichen Schüttung S (kg/Wo) und der Dichte der Schüttung ρS.

(6)
\begin{align} V = \frac{\tau_{Vor} \cdot S}{\rho_S} \end{align}

Vertikaldruck

Durch Aufstellen einer Kräftebilanz in vertikaler Richtung eines gefüllten Silos in der die Kräfte Vertikaldruck des obenliegenden Malzes, der Wandreibungsdruck, die Gewichtskraft und der Vertikaldruck des darunterliegenden Malzes gegenübergestellt werden, entsteht einer Differentialgleichung. Diese wird durch die Siloformel nach Janssen (für schlanke Silos) gelöst.

(7)
\begin{align} p_v = \frac{\rho_S \cdot g \cdot A}{k \cdot U} \cdot \left( 1 - \exp{\frac{-k \cdot U \cdot z}{A}} \right) \end{align}

Wobei folgendes gilt:

(8)
\begin{align} \lambda = \frac{p_h}{p_v} = 0,65 \qquad \mu = \frac{p_w}{p_h} = 0,25 \qquad k = \lambda \cdot \mu \end{align}

Kesselformel

Zur Kesselformel gelangt man durch Gegenüberstellen der resultierenden Radialkräfte aus dem Innendruck (Tangentialspannung σt und Druck)

(9)
\begin{align} s = \frac{p \cdot D}{2 \cdot \sigma_t} \end{align}

Entleeren

  • Schüttgut geht in den Fließzustand über → Unterschiedliche Fließprofile in Abhängigkeit von
    • Schüttguteigenschaften
    • Silogeometrie
    • Oberflächenbeschaffenheit
  • Planmäßige und unplanmäßige Lastexzentrizitäter
  • Spannungsverhältnisse ändern sich
  • Massenfluss ↔ Kernfluss (mit toten Zonen)

Flüssigkeiten - Schüttgüter

  • Flüssigkeiten
    • Oberfläche immer horizontal
    • Hydrostatischer Druck linear mit Tiefe zunehmend und richtungsunabhängig
    • Druckverhältnisse immer gleich
  • Schüttgüter
    • Böschungswinkel
    • über Reibung wird ein Teil der Last vertikal übertragen → Druck wächst degressiv in Tiefe an und strebt gegen Grenzwert
    • Druckverhältnisse ändern sich beim Beladen, Lagern, Entleeren
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